Delegierte Psychotherapie
Was ist Delegierte Psychotherapie
Delegierte Psychotherapie bedeutet, dass die psychotherapeutische Behandlung vom Arzt nicht selber vorgenommen, sondern an fachlich qualifizierte nichtärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten delegiert wird. Gemäss der ständigen Rechtssprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) ist die delegierte Psychotherapie seit Mai 1981 eine Pflichtleistung der Krankenversicherer, wenn:

die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in den Praxisräumen des Arztes oder der Ärztin, unter seiner/ihren direkten Aufsicht und Verantwortung und

im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses arbeiten.

Die Leistung muss überdies überhaupt delegierbar sein. Ob das der Fall ist, liegt nach der Rechtssprechung des EVG „grundsätzlich in der Entscheidung und Verantwortung des delegierenden Arztes, der hierüber nach den Geboten der ärztlichen Wissenschaft und Berufsethik sowie den besonderen Umständen des konkreten Falles und der beruflichen Qualifikation der Hilfskraft zu befinden ... hat" (RKUV 1981, K 456, S. 163).

Solche Leistungen gelten rechtlich als vom Arzt erbracht und dürfen bzw. müssen auch von ihm im eigenen Namen verrechnet werden.

Die Delegierte Psychotherapie untersteht wie die ärztliche Psychotherapie den zeitlichen Grenzen und Modalitäten der Kostenvergütung, wie sie in Art 2 und 3 Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) festgelegt sind.